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Sissy Lin

Sissy Lin Zak, Mediale Malerin

1959 entstehen die ersten bekannten Arbeiten der jungen Künstlerin. Es sind meist Tusche- und Kohlezeichnungen, in deren Mittelpunkt der Mensch steht. Sie ist fasziniert von der Vielfalt des Ausdrucks in extremen Situationen. Nichts entgeht ihrer Aufmerksamkeit. Die Spanne zwischen Geburt und Tod, das pralle Leben und seine Sinnhaftigkeit, sind treibende Kraft ihres künstlerischen Schaffens. Sie portraitiert, zeichnet in schummerigen Bars und versucht zu erfassen, was ihr wichtig erscheint.
Zeitgleich ist die Aktzeichnung wichtigstes Handwerkzeug und bereichert ihre Ausdrucksfähigkeit. Auch die Technik des Linolschnittes gehört in diese Schaffensphase.


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Ab 1978 entstehen Radierungen, in denen vor allem autobiografische Themen verarbeitet werden. Die Einsamkeit des Individuums spielt eine zentrale Rolle. Ölbilder auf Leinwand, teilweise mit Fingern gemalt, halten Einzug. Schließlich beginnt eine Phase in der das Hauptmotiv der Künstlerin Hände sind. Sie sind das Symbol für die verschiedensten emotionalen Situationen, welche sie auf dieses einzige Motiv reduziert.

 


 

 

 

 

Ab 1985 beschäftigt Sie sich auch mit Steinlithografie. Eine neue Phase kündigt sich an. Die Arbeiten werden zusehends verschlüsselter. Oft sind naturalistische Darstellungen hinter Symbolen versteckt. Sozusagen Formeln für essentielle Aussagen. Hinter Schichten von bearbeitetem Japanpapier scheinen sie transparent und zugleich dreidimensional. An Kindern testet sie die Wirkung und entdeckt beglückt, dass diese die Essenz, trotz Reduktion, wahrnehmen. In der folgenden Zeit beschäftigt sie sich immer mehr mit philosophischem Gedankengut und dringt verstärkt in eine Sicht des magisch mythischen Weltbildes ein. Schließlich absolviert sie eine Lehrerausbildung in Qi Gong und übt die Praxis der Zen-Meditation. Die daraus bezogenen Erfahrungen setzt sie nun in ihrem künstlerischen Ausdruck um.


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2002 präsentiert sie in einer Ausstellung unter dem Motto „Farb – Form – Klangraum“ ihre großformatigen Werke in klaren, eindeutigen, monochromen Farbschichten, wobei die Musikerin Angelika Hensler die Klangfrequenzen gestaltet. Farb-Form-Klang verschmelzen zu einem Raum.

 

 


 

 

 

Im Jahr 2010 wird Sissy Lin ihre neuen Werke in einer Ausstellung der Öffentlichkeit präsentieren. Sieben Jahre entzog sie sich dem Außen, um noch nicht entdeckte Räume in sich, malerisch umzusetzen.